Drei Spiele war die U23 des SC Preußen zuletzt in der Oberliga Westfalen am Stück ungeschlagen und zeigte Woche für Woche sehr gute Leistungen. An diese Leistungen konnten die Adlerträger am vergangenen Freitagabend gegen den Tabellenzwölften Eintracht Rheine nichtanknüpfen. Trotz großer Spielanteile musste das Team von Trainer-Duo Daniel Feldkamp und Yannick Bauer am Ende eine 2:3-Niederlage hinnehmen. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel und das Ergebnis nicht so auf unsere Seite ziehen konnten, wie wir uns das vorgenommen hatten“, blickt Feldkamp auf den unglücklichen Spielverlauf zurück.
Von Anfang an hatten die Gäste aus dem Emslandweniger Ballbesitz, konnten aber trotzdem früh den ersten Nadelstich setzen: Nach einer Flanke aus dem Halbfeld brachte Luca Meyer (8.) sein Team in Führung. Knapp fünf Minuten vor der Pause gelang es Mikail Demirhan (39.) dann einen Fehler in der Hintermannschaft der Rheineserausnutzen. Der junge Angreifer traf anschließend per schönem Lupfer über den Torwart zum 1:1-Ausgleich. Doch dieser Treffer sollte noch nicht den Halbzeitstand markieren: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs traf Bennet van den Berg (45.+1) per Elfmeter für Rheine und stellte damit die alte Gästeführungwieder her. Und so wie die erste Halbzeit endete, begann auch der zweite Spielabschnitt: Mit einem Elfmeter – diesmal jedoch für die Preußen. Diesen verwandelte Till Hausotter (48.) zum 2:2 und bestätigte damit abermals seine starke Form der letzten Wochen.
Im weiteren Spielverlauf bemühten sich die Adlerträger weiter, gefährlich ins letzte Angriffsdrittel vorzudringen, konnten sich dabei aber nur Halbchancen erspielen. Zwingend wurde es erst wieder auf der anderen Seite des Feldes: Nach einer weiteren Halbfeldflanke der Gäste war es abermals Meyer (68.), der per Kopf einnickte und sein Team zurück auf die Siegerstraße brachte. Und bei diesem Ergebnis sollte es auch bleiben. „Heute war es einfach nicht genug. Wir hatten auch sehr gute Phasen in der Partie und konnten uns auch einige gefährliche Situationen erspielen, doch es hat nicht gereicht. Insgesamt hat uns Rheine das Leben mit ihrem tiefen Block einfach unfassbar schwer gemacht“, gibt Feldkamp nach der enttäuschenden Niederlage zu.
Jetzt heißt es für die Preußen abermals, den Blick schnell wieder nach vorne zu richten: Bereits am Dienstagabend (19.00 Uhr) steht das Nachholspiel gegen das abstiegsbedrohte Rot Weiss Ahlen an. Die Wersestädter, in den 2000er Jahren noch in der 2. Bundesliga vertreten und vor drei Jahren Gegner des letzten Regionalligaspiels der Profis des SCP, befinden sich derzeit in einer komplizierten Situation. Auf den Oberliga-Abstieg 2024 folgte eine solide Saison im Tabellenmittefeld, momentan steht Ahlen allerdings auf dem vorletzten Rang. Das weiß auch U23-Coach Feldkamp: „Ahlen ist Abstiegskampf pur. Sie spielen eine sehr schwierige Saison, in der sie auch einige große Rückschläge erleiden mussten. Nichtsdestotrotz haben sie eine sehr erfahrene Mannschaft, die schon viel gesehen hat. Zudem konnten sie in den letzten Wochen einige positive Ergebnisse erzielen [A.d.R.: neun Punkte aus vier Spielen].“
Somit verspricht die Partie trotz der unterschiedlichen Tabellenregionen, in denen sich beide Teams befinden, einiges an Spannung. Zusätzliche Motivation sollen auch die Rahmenbedingungen des anstehenden Spiels geben. Dieses findet im LVM-Preußenstadion statt – Feldkamp erwartet dort eine starke Kulisse: „Das wird ein echtes Highlight-Spiel für uns, auch mit dieser Atmosphäre. Abendspiel im Stadion und gutes Wetter, was will man mehr. Also kommt vorbei!“
Das LVM-Preußenstadion öffnet seine Tore morgen ab 18:00 Uhr. Heimfans nehmen in den Blöcken A und B der GuideCom-Haupttribüne Platz. Der Eintritt kostet 10 EUR (ermäßigt 8 EUR), an den Tageskassen ist nur bargeldloses Bezahlen. Dauerkartenbesitzer haben freien Eintritt. Wer mit dem PKW anreist, soll auf dem Parkplatz P8Süd parken. Der Parkplatz P4 an der Halle Berg Fidel ist ausschließlich den Gästefans vorbehalten.
Text: Linus Otte



