„Wir werden den Fußball nicht neu erfinden“, sagte Alois Schwartz am Mittwochvormittag gleich zu Beginn seiner Antritts-Pressekonferenz und richtete den Blick vor allem nach vorne: „Die Situation ist nicht einfach – das wissen wir. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir sie gemeinsam so meistern können, dass wir erfolgreich über die Ziellinie kommen.“ Mit dem Attribut Feuerwehrmann, der ihm von Medienseite nun zugeschrieben wird, kann der 58-Jährige dabei durchaus etwas anfangen, weil man dann schon bewiesen habe, dass man es schaffen könne.

Totale Überzeugung schwingt bei Schwartz mit, der sich sehr bewusst für diese Situation entschieden hat: „Ich sehe, was der Verein mitbringt, was die Mannschaft mitbringt, und musste nicht lange überlegen. Man hat in der Vorrunde gesehen, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Jetzt hat sie ein wenig die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen verloren und es wird darum gehen, in die Köpfe zu kommen“

„Wir müssen wieder Stabilität und Konstanz in unser Spiel bekommen – da müssen wir den Hebel ansetzen, aber auch vorne effektiver werden. Uns fehlen zwar die Flügelspieler, aber die Mannschaft ist insgesamt gut zusammengestellt. Wir haben gute Fußballer in unseren Reihen, auch robuste und schnelle Spieler, die ihr Potenzial wieder abrufen müssen“, so die ersten Einschätzungen des Fußballlehrers, der nur wenige Stunden später, bei typisch Münsteraner Meimelwetter, seine erste Trainingseinheit leitete.

Gerade mit Blick auf das Testspiel am darauffolgenden Donnerstag (hier im Liveticker) ging es zunächst dosiert und spielerisch zur Sache, ehe die Intensität hin zu den abschließenden Spielformen gesteigert wurde. Nach etwas mehr als zwei Stunden war Schluss im Schatten des LVM-Preußenstadions.

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