Der SC Preußen Münster hat sich in den vergangenen Jahren, beschleunigt durch den sportlichen Erfolg, sehr schnell entwickelt. Mit den neuen Wettbewerbsbedingungen in der 2. Bundesliga sind auch die Anforderungen an die medizinische Abteilung des Sportclubs deutlich gestiegen. Alle Mitarbeitenden in diesem Bereich haben, obwohl die Abteilung für die notwendigen Aufgaben vergleichsweise klein aufgestellt ist, für die bestmögliche Betreuung tagtäglich ein außerordentliches Engagement gezeigt. Um den gewachsenen Anforderungen gezielter gerecht werden zu können, wird jetzt die personelle Infrastruktur gestärkt: Aus dem eigenen Leistungszentrum wird der Individual- und Performance-Coach Alexander Beilenhoff zur 1. Mannschaft wechseln und den Bereich Rehabilitation und Prävention noch professioneller aufstellen. Der 40-Jährige wird das Aufgabenfeld in enger Zusammenarbeit mit Matthias Balthasar verantworten, der weiterhin mit seiner Praxis, dem Therapiezentrum Münster, ein wichtiger Baustein in der Reha-Arbeit bleibt.

„Unser Ziel ist es, Belastung und Regeneration noch präziser und individueller steuern und dadurch Risiken frühzeitiger erkennen zu können. Spieler unterscheiden sich in ihrer Anatomie, ihren Bewegungsmustern und auch in ihrer Belastungs- und Verletzungshistorie deutlich. Alexander wird uns in der täglichen Arbeit am Platz dabei helfen, nun noch gezielter auf die individuellen Bedürfnisse unserer Athleten einzugehen. Er wird dabei eng mit Matthias zusammenarbeiten, der weiterhin sowohl hier vor Ort als auch mit seiner Praxis für uns im Einsatz sein wird und Behandlungs- wie auch Reha-Prozesse unterstützt“, kommentiert Sportdirektor Jan Uphues die gestärkte Struktur. Weiter betont Uphues: „Wir sind stolz darauf, dass wir in unserem LZ Fachpersonal wie Alexander mit so viel Expertise und Knowhow haben. Davon profitieren wir als Club in unserer Arbeit. Wir leben den Entwicklungsgedanken bei unseren Nachwuchsspielern und wollen genauso unsere Trainer fördern. Alex bringt die Expertise und Erfahrung mit, um jetzt den Schritt zu gehen, und ist damit ein weiteres Beispiel für unsere Philosophie, die Durchlässigkeit zur Lizenzmannschaft mit Leben zu füllen.“

„Ich freue mich sehr darauf, die Spieler jetzt täglich zu begleiten und sie bei der Rückführung in das Mannschaftstraining gezielt zu unterstützen. Gleichzeitig wird es darum gehen, Schwachpunkte zu identifizieren, die zu Problemen führen können und frühzeitig gegenzusteuern“, sagt der Diplom-Sportwissenschaftler. Der Inhaber der DFB A-Lizenz und des UEFA A-Level hat an der Sporthochschule Köln studiert und arbeitete anschließend im Internat des 1. FC Köln als Kinder- und Jugendtrainer sowie als Koordinator für Schulprojekte. Über einen Weiterbildungs-Aufenthalt in den USA führte ihn sein Weg zum Münsteraner Philippka Fachverlag. Nach einer Selbstständigkeit als Personal- und Individualtrainer wechselte er zu Saisonbeginn in Festanstellung ins Leistungszentrum der Adlerträger.

Zusätzlich zur täglichen Arbeit auf dem Platz, die Beilenhoff schwerpunktmäßig leisten wird, arbeitet Matthias Balthasar intensiv mit den Spielern zusammen, die sich in der Frühphase ihrer Reha befinden. Der Inhaber des Therapiezentrums Münster, der seit Jahren mit großer Leidenschaft die medizinische Arbeit des SC Preußen unterstützt, wird ebenfalls immer wieder auch vor Ort mit den Spielern arbeiten, darüber hinaus stellt er für die optimale und weitergehende Betreuung die Praxis-Infrastruktur. Bereits seit 2019 gehört Balthasar zum medizinischen Stab der Profis, nachdem er zuvor selbst fünf Jahre als Physiotherapeut die U23 des Adlerclubs betreute.

Gemeinsam mit Alexander Beilenhoff wird Matthias Balthasar (l.) weiterhin die Spieler während ihrer Reha begleiten. Foto: SCP

Alle Beiträge