Das – zugegeben kurze – Warten hat ein Ende: Nach vier Wochen Winterpause gehen die Adlerträger wieder in der 2. Bundesliga an den Start. Die Vorfreude auf den Rückrundenauftakt am Samstag (13:00 Uhr) gegen den Karlsruher SC ist deutlich zu spüren: Der Heimbereich des LVM-Preußenstadions ist restlos ausverkauft, lediglich im Gästeblock sind noch gut 300 Tickets erhältlich. Diese Energie der Preußen-Anhänger schlägt auch auf die Mannschaft um, wie Trainer Alexander Ende bemerkt: „Wir freuen uns darauf, dass es schnell wieder losgeht. Im Zusammenspiel mit den Fans wollen wir diese Rückserie erfolgreich bestreiten.“  

Doch bevor es wieder auf den Rasen geht, werfen wir noch einen Blick zurück auf das Hinspiel. Im BBBank-Wildpark hatte die neu formierte Preußenelf zunächst Probleme in ihr Spiel zu finden und lag bereits nach 25 Minuten mit 0:2 hinten. „Die ersten 20 bis 25 Minuten haben wir verschlafen und sind zurecht in Rückstand geraten. Alles, was danach kam, war richtig gut. Wir waren auf Augenhöhe mit dem Gegner und haben selbst mit zehn Mann sehr mutig gespielt“, erinnert sich Ende. Noch vor der Pause stellte Etienne Amenyido per Traumtor auf 1:2 (32.). Und selbst nach dem Platzverweis gegen Niko Koulis (62.) steckten die Adlerträger nicht auf: In Unterzahl glichen die Schwarz-Weiß-Grünen durch Lars Lokotsch verdient aus (80.). „Da haben wir das erste Mal als Gruppe gezeigt: Egal, welche Widerstände kommen – wir sind da.“ Diese Comeback-Mentalität, die sich im weiteren Verlauf der Hinserie zur neuen Preußen-DNA entwickelte, wurde an jenem Nachmittag nicht belohnt. Der KSC schlug in Person von Lilian Egloff kurz vor Schluss noch einmal zu (88.) und gewann mit 3:2.  

Beide Teams trennten danach drei Punkte – 16 Spieltage später sind es wiederum zwei Zähler, die die Badener (9. Platz) vor dem SCP (12. Platz) stehen. Dabei legten die Blau-Weißen zunächst einen echten Top-Saisonstart hin und rangierten nach fünf Spieltagen auf Platz zwei. Am sechsten Spieltag kassierte das Team von Christian Eichner die erste Saisonniederlage in Kiel (0:3) und ließ in der Folge die anfängliche Konstanz vermissen. Den letzten Sieg feierte der KSC am 1. November gegen Tabellenführer Schalke 04 (2:1). Seitdem warten die kommenden Gäste schon sechs Spiele auf einen Dreier und mussten derweil herbe Niederlagen in Bielefeld (0:4), Hannover (0:3) und gegen Paderborn (0:4) hinnehmen.  

Trotz dieser Entwicklung ist Ende von der Qualität des Tabellenneunten überzeugt: „Ich sehe sie als richtig guten Zweitligisten. Sie sind irgendwann in einen Negativstrudel geraten, trotzdem steckt wahnsinnig viel in der Mannschaft.“ Um am Samstag an den Badenern in der Tabelle vorbeizuziehen, gilt für die Preußen, u.a. die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel zu ziehen: „Die frühen Gegentore haben uns damals sehr wehgetan, sind aber hoffentlich auch das Learning für morgen. Wir müssen von der ersten Sekunde, von dem ersten Zweikampf an da sein.“ 

Zum Rückrundenauftakt fehlen weiterhin die am Kreuzband verletzten Antonio Tikvic, Simon Scherder und Malik Batmaz. Ebenfalls nicht fit ist das Trio um Oscar Vilhelmsson, Luca Bolay und Joshua Mees. Dafür kehrt Marvin Schulz nach langer Verletzungspause zurück in den Kader, ist jedoch für maximal 45 Minuten eine Option. Im Aufgebot steht zudem sein Namensvetter aus der U23. „Ich freu mich, dass wir Marvin Schulz Junior für seine Leistungen in der Oberliga, aber auch im Training belohnen können. Er ist ein guter, fleißiger Junge und hat sich das verdient“, erklärt Ende.  

Den mehr als 10.000 Zuschauern wird beim Betreten unserer Heimat eine Neuheit auffallen: So wird die etwa 50 Quadratmeter große Videoleinwand auf der Westtribüne zum ersten Mal in Betrieb genommen und dem Stadionerlebnis ein zusätzliches Upgrade verleihen. Bevor die Stadiontore zum ersten Mal in diesem Jahr öffnen, hören wir nochmal bei nullsechs.TV rein, was unser Trainer zu sagen hat.  

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