Keine Hallenkrone für den SCP: Bei den diesjährigen Hallen-Stadtmeisterschaft ist der SC Preußen leer ausgegangen. Die teilnehmenden LZ-Mannschaften von der U17 bis zur U23 scheiterten allesamt am späteren Turniersieger.  

Ausnahmsweise ging die U23 in diesem Jahr nicht als aktueller Titelträger in die Stadtis. Nach langjähriger Dominanz mussten sich die Adlerträger vergangenes Jahr im Halbfinale geschlagen geben – das wollte die Mannschaft unter Trainer Daniel Feldkamp nun wieder ändern. Bereits in der Vorrunde waren diese Ambitionen deutlich zu spüren. Mit drei klaren Siegen über Concordia Albachten (2:0), BW Aasee (5:1) und den VfL Gievenbeck (8:0), in denen man lediglich ein Gegentor hinnehmen musste, stand am Ende der ungefährdete Einzug in die Zwischenrunde. Auch in dieser hatten die Jungadler keinerlei Probleme: In drei abermals eindeutigen Siegen über GW Amelsbüren(4:1), Borussia Münster (5:2) und den SV Mauritz (5:2) erreichten die Schwarz-Weiß-Grünen ein Torverhältnis von 14:5 und somit den Einzug in die Endrunde. Der Fakt, dass das Team von Daniel Feldkamp in diesem Jahr aus einer Mischung von U23- und U19-Spieler bestand, macht diese bis zu diesem Zeitpunkt makellose Leistung umso bemerkenswerter.  

In der Gruppenphase der Endrunde ließen die Preußen beim 1:1 gegen Westfalia Kinderhaus zum ersten Mal Punkte liegen. Die anderen beiden Gruppengegner aus Mecklenbeck wurden klar besiegt. Gegen den 1.FC setzten sich die Jungadler mit 8:1 durch, gegen Wacker gewann das Team von Feldkamp mit8:4. Aufgrund des knapp schlechteren Torverhältnisses ging der Gruppensieg dennoch nach Kinderhaus und somit trafen die Jungadler im Halbfinale auf den starken Gastgeber aus Gievenbeck. Gegen den späteren Turniersieger unterlagen die Adlerträger mit 2:4, womit der Traum von der Rückkehr auf das Siegerpodest geplatzt war.   

„Das Halbfinale war extrem bitter, das ganze Spiel war auf Augenhöhe. Hinten machen wir am Anfang leider einen blöden Fehler und vorne kriegen wir die Überzahlsituationen nicht ausgespielt, das können wir uns gegen diesen Gegner nicht erlauben“, erzählt Trainer Feldkamp, der trotz der missglückten Titelmission auchpositives aus dem Turnier zieht: „Es ist eine Mischung aus Enttäuschung und Zufriedenheit. Vor allem freut uns Trainer aber, dass wir uns von Turniertag zu Turniertag steigern konnten, sowohl mannschaftlich als auch viele Spieler individuell. Natürlich steht bei so einem Turnier auch im Vordergrund, dass die Verzahnung zwischen U23 und U19 weiter vorangetrieben wird. Das ist uns definitiv gelungen.“ 

U19 kann Gievenbeck bezwingen – Trotzdem ist im Halbfinale Schluss 

Auch die U19 startete fulminant in ihre diesjährigen Stadtis. In der Vorrunde stellten die Gegner VfL Wolbeck (5:1), Marathon Münster (3:0) und Westfalia Kinderhaus (7:0)keine großen Hürden dar. Mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 15:1 konnte die Mannschaft von Damian Feldmann früh mit dem Einzug in die Endrunde planen. Dort traf das Team in einer Dreiergruppe auf Wacker Mecklenbeck (2:0) und BW Aasee (7:0). Das Ergebnis war erneut makellos: Sechs Punkte und 9:0 Tore.  

Anders als bei den Senioren mussten die Jungadler nun zunächst im Viertelfinale antreten – in diesem stand der SCP, ebenso wie die U23 zuvor, dem 1. FC Gievenbeck gegenüber. In einem packenden Spiel konnte sich Feldmanns Team mit 5:3 gegen den Gastgeber durchsetzen und zog somit ins Halbfinale ein. Dort mussten sich die Preußen dann knapp mit 2:3 gegen den späteren Turniersieger Münster 08 geschlagen geben.  

„In unseren beiden letzten Spielen wurden wir stark gefordert. Gegen Gievenbeck haben wir eine gute Mentalität an den Tag gelegt und die dort entstandenen Widerstände gut gemeistert“, lobt Feldmann seine Mannschaft. Gleichzeitig gibt er jedoch auch zu: „Gegen Münster 08 haben wir es nicht geschafft nach dem frühen Rückstand unser Spiel auf die Platte zu bringen. Wir haben in vielen Aktionen unnötige Fehler gemacht, sodass der Finaleinzug von 08 verdient war“ Trotz dieses Ergebnisses richtet der Coach den Blick nach vorne: „Wir gehen professionell damit um und freuen uns nun auf die anstehenden Aufgaben.“ 

Gievenbeck bremst auch U17 aus 

Ebenso wie die U23 und die U19 konnte auch die U17 eine tadellose Vorrunde verzeichnen. Nach drei Siegen über die JSG Mauritz/Eintracht (5:3), Westfalia Kinderhaus (5:0)und GW Amelsbüren (13:0) hatte das Team von Stefan Graber bereits 23 erzielte Treffer auf dem Konto und kassierte dabei lediglich drei Gegentore. Mit der gleichen Dominanz konnte man auch die Gruppenphase der Endrunde bestreiten. In der Dreiergruppe mit ESV Münster (5:2) und der JSG Roxel/Albachten (3:0) setzten sich die Jungadler mit sechs Punkten und 8:2 Toren klar auf Platz eins durch.  

Auch die U17 musste zunächst im Viertelfinale antreten. Dort wartete die JSG Mauritz/Eintracht, auf die das Team bereits in der Vorrunde getroffen war. Mit einem 3:1-Erfolg und somit weiterhin makellos zogen die Schwarz-Weiß-Grünen ins Halbfinale ein. In diesem wartete, wie auch bei der U19, Mitfavorit Münster 08. In einem spannenden Spiel musste sich sein Team vielen Widrigkeiten entgegensetzen, wie Graber betont: „Wenn du mal als Favorit in Rückstand gerätst und die gesamte Halle das feiert oder der letzte Neunmeter in ein Pfeifkonzert verwandelt wird, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unsere Spieler damit umgehen. Diese mentale Stärke, sich davon unbeeindruckt zu zeigen, gilt es neben der fußballerischen Entwicklung ebenfalls zu entwickeln.“ Trotz dieser Umstände konnte sich sein Team im beschriebenen Neunmeterschießen knapp durchsetzen und zog somit ins Finale ein. Dort wartete ebenfalls der Gastgeber aus Gievenbeck, dem die U17 sich dann deutlich mit 0:4 geschlagen geben musste. „Im Finale hatten wir klar das Nachsehen gegen eine Gievenbecker Truppe, die das Ding unbedingt gewinnen wollte“, bilanziert Graber. „Jetzt schwenkt der Fokus wieder auf die Rückrunde in der Nachwuchsliga.“ 

Text: Linus Otte 

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