Das 1:4 am Sonntag bei Viktoria Köln war für alle Beteiligten ein ernüchternder Moment, das lässt sich nicht leugnen. „So etwas trägt man mit sich rum“, sagt auch Trainer Thomas Wörle, der die Niederlage zugleich in den Kontext der Entwicklung einbettet: „Uns war klar, dass wir auch mal diesen Moment einer ekligen Niederlage erleben werden, das ist Teil des Weges. Wir wissen, dass es nach dem Abstieg und einem großen Umbruch in der Mannschaft nicht leicht ist. Wir arbeiten aber mit voller Überzeugung an unserem Entwicklungsprozess.“  

Umso wichtiger ist es, die richtigen Schlüsse aus dem Rückschlag zu ziehen: „Wir haben das Spiel im Detail aufgearbeitet und daraus lernen können. Wir hatten unsere Phasen, in denen wir das Spiel noch auf unsere Seite hätten ziehen können, haben das aber nicht geschafft. Insgesamt war es nicht die Leistung, die wir auf den Platz bringen wollen. Jetzt geht es darum, dass wir eine Reaktion zeigen“, betont Wörle vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den TSV Havelse.  

Dann treffen die Adlerträger auf einen Gegner, der auf einen ungewöhnlichen Sommer zurückblickt. Sportlich waren die Niedersachsen eigentlich aus der 3. Liga abgestiegen. Mit dem Lizenzentzug des TSV 1860 München rückten die „Schlawiner“ jedoch wieder nach – und bauten ein neues Gerüst aus erfahrenden Profis sowie jungen Talenten für die erneute Mission Klassenerhalt. Gut sichtbar ist dieser Mix in der „physischen“ Doppelspitze der Rot-Weißen, bestehend aus der erst 19 Jahre jungen Schalke-Leihgabe Alexander Guiddir und dem sechsfachen Nationalspieler Ghanas Kwasi Wriedt (32). Die beiden robusten Angreifer werden häufig in der Tiefe gesucht, nachdem ihre Hintermänner sich zuvor über ein leichtes Kombinationsspiel nach vorne gearbeitet haben. Eine „etwas unkonventionelle Spielweise“, findet Wörle, die sich in der Vorwoche bezahlt machte, als Havelse gegen den SV Waldhof Mannheim einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Heimsieg drehte.  

„Da kommt eine Mannschaft mit Rückenwind. Wir wissen, was uns erwartet. Es wird für uns darum gehen, einerseits dem Gegner die Tiefe wegzunehmen und andererseits die zweiten Bälle zu erobern“, sagt Wörle, der ebenfalls betont: „Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, wie in jedem Spiel in der 3. Liga. Wir sind aber fokussiert und heiß darauf, unser wahres Gesicht zu zeigen.“  

Für die Partie gegen den Tabellenvierzehnten muss der Trainerstab weiterhin auf die Langzeitverletzten Malik Batmaz, Simon Scherder, Marvin Schulz und Luca Bolay verzichten. Auch für Tim Dietrich kommt ein Einsatz noch zu früh. Montell Ndikom ist die gesamte Woche krankheitsbedingt ausgefallen und steht auch am Samstag nicht zur Verfügung.  

Bislang wurden insgesamt 11.853 Karten für das zweite Heimspiel der Drittligasaison verkauft. Der reguläre Heimbereich des LVM-Preußenstadions ist bereits nahezu voll besetzt, für den freigeschalteten Gästesitzplatzblock G sind noch Karten im Online-Ticketshop erhältlich.  

Bevor die Stadiontore öffnen, hören wir noch einmal bei nullsechs.TV rein, was der Coach zu sagen.  

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Alle Beiträge