Im Leistungszentrum Münsterland steht nicht nur die sportliche Entwicklung der Talente im Vordergrund. Für die Verantwortlichen ist die Arbeit neben dem Platz genauso wichtig wie der Einsatz auf dem Rasen. Das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise, Teamgeist sowie ein demokratisches und vielfältiges Miteinander – all das, was die Persönlichkeitsentwicklung stärkt, wird üblicherweise in Workshops vermittelt. Doch manchmal kommt der Impuls von den Nachwuchsspielern selbst.
So zuletzt auch bei der U13, die vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 ein gemeinsames Kochen veranstaltete und dabei Felix Lüppens, Pädagogischer Leiter des LZM, um Unterstützung bat. Im Gemeinschaftsraum am Sportpark Berg Fidel wurden leckere Nudeln mit Tomatensauce zubereitet. Doch Lüppens zufolge ging es bei der Aktion um viel mehr als nur die notwendige Stärkung.
„Das Kochen und Essen waren Mittel zum Zweck. Gemeinsames Kochen schafft Gesprächsanlässe über sportgerechte Ernährung. Dabei merkt man schnell, wie der Wissensstand der Jungs ist. Warum gibt es nur Nudeln mit Tomatensauce und kein Gemüse oder Protein? Weil der Körper vor dem Spiel schnelle, gut verdauliche Kohlenhydrate braucht. Gemüse und Protein sind erst nach dem Sport für die Regeneration wichtig. In einem Workshop bleibt davon meiner Erfahrung nach weniger hängen“, sagt Lüppens und ergänzt zwei weitere wichtige Komponenten:
„Außerdem kommt man beim Kochen gut über Rollenbilder ins Gespräch. Wer übernimmt zu Hause die Pflegearbeit und warum ist das so? Und muss das so bleiben? Darüber hinaus nutze ich solche Situationen auch, um mehr über die Gruppendynamik zu erfahren. Und natürlich bauen gemeinsame Aktionen neben dem Platz Beziehungen auf.“




