Am Freitagnachmittag hat der SC Preußen sein viertes Sommervorbereitungsspiel gegen Hannover 96 bestritten. Beide Vereine hatten sich im Vorfeld auf eine Gesamtspielzeit von 180 Minuten geeinigt, wovon der SCP nach einem Platzverweis gegen Antonio Tikvic über 45 in Unterzahl bestreiten musste. Am Ende unterlagen die Adlerträger im Hemberg-Stadion in Iserlohn, wo der Zweitligist sein Trainingslager aufgeschlagen hatte, mit 0:2, bewegte sich jedoch über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem höherklassigen Gegner.
„Wir haben heute sehr diszipliniert verteidigt und uns auch einige gute Chancen erarbeitet. Natürlich gab es Phasen, in denen Hannover sehr dominant war. Aber insgesamt haben wir das Spiel gegen einen sehr starken Gegner ziemlich offen gestalten können. Daher befinden wir uns auf einem guten Entwicklungsstand, auch wenn wir natürlich weiterhin Luft nach oben haben“, ordnete Trainer Thomas Wörle den XXXL-Test ein.
Die Adlerträger überzeugten von Beginn an mit einer konzentrierten Defensivleistung, schafften es zugleich aber auch aus dem tiefen Block heraus ins Angriffspressing umzuschalten. Aus einem Ballgewinn am gegnerischen Strafraum ergab sich auch die große Chance auf das 1:0 durch Joshua Mees, der den Ball nach einem Querpass von Mika Stuhlmacher am Tor vorbeischob (19.). Auch nach dem ersten Wiederanpfiff war es der SCP, der in Person von Wesley Adeh (53.), Ryan Johansson (59.) sowie Mees (79.) die gefährlicheren Abschlüsse verzeichnete. Den ersten Treffer erzielte dann aber doch Hannover nach einem fein vorgetragenen Angriff inklusive Hackenvorlage von Mustapha Bundu auf Torschütze Benjamin Källman (67.). 96-Neuzugang Lars Gindorf verpasste es mit dem Schlusspfiff noch auf 2:0 zu stellen, setzte den Ball per Kopf nur auf den Querbalken.
Mit einer deutlich verjüngten Auswahl ging es in die zweiten 90 Minuten, die die Preußen sehr bissig und aktiv gestalteten. Torannäherungen ergaben sich auf beiden Seiten, nicht selten fehlten nur Zentimeter, um das Leder über die Linie zu drücken. Kurz vor dem insgesamt dritten Seitenwechsel wurde Antonio Tikvic vom Platz gestellt, was die nun in Unterzahl spielenden Adlerträger wieder ins tiefe Verteidigen zwang. Das funktionierte eine Zeit lang auch, bis Schiedsrichter Leonidas Exuzidis in der 146. Minute auf den Punkt zeigte und Hannover einen Strafstoß zusprach. Franz Roggow verwandelte zum 0:2. Die Wörle-Elf, bei der mit dem erst 18-jährigen Ben Leiter ein weiterer Nachwuchsspieler zum ersten Mal eingewechselt wurde, hielten dennoch tapfer dagegen und hätten durch ebenjenen Leiter sowie Jakob Korte auch noch zum Anschluss kommen können (179.). Stattdessen nutzte Hannover noch einmal die müden Beine der Münsteraner und stellte durch Eymen Demir auf 0:3 (180.).
Spieldaten
Aufstellung SCP 1. Spiel: Behrens – Zeller, Koulis, Dietrich – Kolbe, Adeh, Preißinger, Makridis – Johansson (Schulz, 71.), Stuhlmacher, Mees
Aufstellung SCP 2. Spiel: Evers – Paetow, Tikvic, Scharlau – Tasov, Sertdemir (Leiter, 161.), Korte, Varelmann – Ndikom, Schulz (Noack, 136.), Demirhan (Höfling, 172.)
Tore: 0:1 Källman (53.) 0:2 Roggow (146, FE.) 0:3 Demir (180.)
Schiedsrichter: Henry Schröder / Leonidas Exuzidis
Rote Karte: Tikvic
Zuschauer: keine
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