Von einem „großen Test in der klaren Favoritenrolle“ sprach U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling im Vorfeld der Oberligapartie beim TuS Hordel. Diesen Test bestand seine Mannschaft nur zum Teil. Über weite Strecken des Spiels waren die Jungadler das dominante und spielbestimmende Team, kassieren jedoch zu einfache Gegentore und unterliegen dem Aufsteiger am Ende mit 2:4.
Die Partie brauchte nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der SCP legte gut los, drückte auf die frühe Führung, lies aber zwei gute Möglichkeiten ungenutzt. Wie „aus dem Nichts“ schlugen stattdessen die Hausherren in Person von Philipp Agbado (7.) zu. „Das hat uns aus der Bahn geworfen. Danach hatten wir 20 schwache Minuten, in denen wir auch das zweite Gegentor bekommen“, räumt Schulze-Marmeling ein.Auf das 0:2 durch Paul Kalkhoff (26.) folgte allerdings eine mustergültige Reaktion der Adlerträger, denen es innerhalb von vier Minuten gelang, den Rückstand aufzuholen. Luca Steinfeldt (32.) sowie Ben Leiter (36.) waren für die Preußen zur Stelle und hauchten ihren Teamkollegen neues Selbstvertrauen ein.
Damit waren nach dem Seitenwechsel die Rollen wieder klar verteilt: Die Gäste drängten auf das 3:2, der TuS Hordel verteidigte und lauerte auf Konter. Und genau einen solchen verwerteten die Bochumer auch in der 80. Minute, wobei es mit Ben Menke ein Münsteraner war, der den Ball letztlich über die Linie drückte.„Wir haben danach genug Zeit, das Spiel nochmal auszugleichen oder sogar komplett zu drehen“, sagt Schulze-Marmeling. „Es passiert aber genau das, was nicht passieren darf und wir kassieren das schnelle 2:4.“ David Schürmann sorgte für die vermeintliche Entscheidung an der Hordeler Heide (83.). Vermeintlich deshalb, weil der SCP sich noch nicht aufgab und in der Schlussphase gleich zweimal am Aluminium scheiterte. Die erneute Wendung des Spiels blieb diesmal jedoch aus.
„Am Ende haben wir genug Chancen, das Spiel zu gewinnen, dürfen aber auch keine vier Gegentore kassieren“, ärgert sich Schulze-Marmeling, der die erste Saisonniederlage als „ein Spiel, aus dem wir lernen müssen“ einordnet, zugleich aber auch die Qualitäten des Gegners würdigt: „Hordel hat es auch gut gemacht. Sie haben sich nie aus der Ruhe bringen lassen, egal wie groß der Druck war. Daher müssen wir auch unseren Respekt vor dieser Leistung aussprechen.“




