Am letzten Spieltag vor der Herbstferienpause ging es nochmal hoch her im Leistungszentrum Münsterland (LZM). Die U19 konnte einen wichtigen Sieg im Kampf um die Qualifikation zur Liga A der DFB-Nachwuchsliga einfahren – dieser blieb jedoch der einzige am LZM-Wochenende. 

Fünf Siege aus sechs Spielen und punktgleich mit Spitzenreiter Hannover: Die U19 des SC Preußen Münster befindet sich zum Start der DFB-Nachwuchsliga Rückrunde in einer starken Ausgangslage und konnte am Wochenende trotz einiger Hürden auch beim 5:2-Heimerfolg gegen den SC Paderborn überzeugen. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine individuell top besetzte Mannschaft“, erzählt Preußen-Coach Jan Hötting und fügt an: „Aus meiner Sicht gehört Paderborn nicht in die untere Tabellenregion und hätte in dieser Saison bereits mehr Punkte verdient.“ 

Dementsprechend schleppend verlief der Start in die Begegnung mit den Ostwestfalen. „In der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir schaffen es dann, in unserer guten Phase einen Elfmeter rauszuholen“, berichtet der U19-Coach. Diesen verwandelt Malte Varelmann in Minute zwölf zur Führung für die Adlerträger. Daraufhin kippte das Spiel dann ein wenig und die Gäste aus Paderborn übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. Doch genau in dieser Phase schlugen die Preußen im Stile eines Spitzenteams durch Emil Brandenburg (45.+2) erneut zu und brachten die Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause.  

„Nach der Halbzeit gehörten die ersten 20 Minuten klar Paderborn. Da haben wir es nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen und selbst Ballbesitz zu bekommen. In dieser Phase haben sie durchgehend auf das 2:1 gespielt“, sagt Hötting. Folgerichtig brachte Noah Ringbeck (58.) den schwarz-weiß-blauen SCP wieder ins Spiel. „Nach dem Tor schießt Paderborn noch zweimal ans Aluminium. Außerdem kratzt Jan Kottig den Ball einmal stark von der Linie und Noah Averesch im Tor musste uns auch im Spiel halten.“ Es folgte die wohl spielentscheidende Szene, als Leon Kaufmann alleine auf den gegnerischen Kasten zulaufend zu Fall gebracht wurde (65.) Platzverweis Paderborn, das Momentum kippte nun wieder zugunsten der Preußen, die den in Unterzahl überforderten Gegner gnadenlos bestraften: Desmond Ogoke (67.), Henri Sieweke (74.) und Flemming Kienas-York (80.) legten gleich drei Tore nach. Der zweite Treffer der Paderborner durch Stanko Kojic (90.+3) war dann nur noch Ergebniskosmetik. 

„Insgesamt bin ich nicht so zufrieden mit dem Spiel, weil es viele Phasen gab, in denen Paderborn es besser gemacht hat als wir. Die Partie kann sicherlich auch einen anderen Spielverlauf nehmen. Trotzdem bin ich sehr stolz auf die Mannschaft, dass sie diese schwierigen Phasen überstanden hat und das Momentum zurück auf ihre Seite ziehen konnte. Es war sicherlich eines unserer schwächeren Spiele, aber bei einem 5:2 kann man der Mannschaft wenig Vorwürfe machen“, sagt der A-Lizenz-Inhaber schmunzelnd. „Die Jungs haben sich jetzt in den Ferien ein paar freie Tage verdient.“ 

U17 und U16 kassieren empfindliche Niederlagen 

Die U17 des SCP musste sich am Wochenende im Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 mit 1:7 geschlagen geben. Bereits zur Pause führten die Königsblauen mit fünf Toren Vorsprung, die zweite Hälfte verlief dann etwas ruhiger. Den Ehrentreffer für die Adlerträger erzielte Linus Wienker (81.). „Leider konnten wir den guten Auftritt gegen Duisburg nicht wiederholen. Mit einem dünnen Kader war uns Schalke in allen Belangen überlegen“, erzählt Trainer Stefan Graber und führt aus: „Vier von sieben Gegentoren fallen nach Standards – die Haltung hat gefehlt, um sich über diese Widerstände hinwegzusetzen. Wir freuen uns jetzt auf eine Pause, um diesen ersten Saisonabschnitt zu verarbeiten.“ 

Und auch für die U16 endete der abgelaufene Spieltag in einer bitteren Pleite. Im Heimspiel gegen den MSV Duisburg kassierten die Jungadler ebenso wie ihre ein Jahr älteren Vereinskollegen sieben Gegentore – der Ehrentreffer blieb ihnen jedoch verwehrt. Damit wartet die Mannschaft von Trainer Julian Fuhrmann weiter auf den ersten Punktgewinn der jungen Saison. 

U15 und U12 verlieren jeweils knapp 

In der U15 lieferten sich die Adlerträger am Wochenende ein umkämpftes Duell mit dem FC Viktoria Köln, welches die Domstädter am Ende mit 2:3 für sich entscheiden konnten. „Wir haben über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt, doch mit dem Umschaltspiel der Kölner hatten wir unsere Probleme“, berichtet Co-Trainer Philipp Hövener. „Nach dem 2:0 haben wir dann Charakter bewiesen und verdient ausgeglichen. Anschließend hatten wir noch zwei gute Möglichkeiten zur Führung.“ Diese blieben allerdings ungenutzt. Und so waren es die Gastgeber, die kurz vor Schluss noch den Lucky Punch setzen konnten. „Umso bitterer ist es, dass wir das Spiel mit der letzten Aktion durch einen abgefälschten Schuss noch verlieren. Die Mannschaft hätte einen Punkt verdient“, meint Hövener. 

Das gleiche Ergebnis wie in der U15 stand auch nach dem Duell der U12 mit der SpVgg Vreden zu Buche. Doch der Spielverlauf war hier ein anderer, wie Preußen-Coach Nicolas Müller berichtet: „In den Twin-Games haben wir uns sehr gut verkauft, da wir unsere fußballerische Überlegenheit gut ausspielen konnten. So haben wir drei Spiele, teils deutlich, gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Mit einer 1:0-Führung ging es für uns in das Neun-gegen-neun.“ Doch im größeren Feld stieß der U12-Coach mit seinem Team abermals auf bereits bekannte Probleme der letzten Wochen: „Wir haben uns mit den ausschließlich langen Spieleröffnungen des Gegners schwergetan. Da Vreden uns den Ball überließ, konnten sie von Fehlern im Aufbauspiel profitieren und kamen immer wieder zu Chancen. Trotz der Niederlage sind wir mit der Art und Weise des Spiels zufrieden und sehen die Entwicklung der Truppe auf einem guten Weg.“ 

Text: Linus Otte 

Die Ergebnisse im Überblick

SCP U19 – SC Paderborn 07 | 5:2     

FC Schalke 04 – SCP U17 | 7:1     

SCP U16 – MSV Duisburg | 0:7     

FC Viktoria Köln – SCP U15 | 3:2  

SpVgg Vreden – SCP U12 | 3:2  

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