Hinter den Adlerträgern liegt keine übliche Auftaktwoche. Erst der umjubelte Auswärtssieg beim SV Wehen Wiesbaden, dann das souveräne Weiterkommen im Westfalenpokal bei der SpVggVreden. „Es ist nicht leicht, direkt mit zwei Spielen in so kurzer Zeit zu beginnen. Wir konnten aber viel Spielzeit verteilen, unsere jungen Spieler haben es gemeinsam mit den Älteren sehr gut gemacht. Das gibt uns als Mannschaft viel“, betont Cheftrainer Thomas Wörle, der mit seinem Team vor dem Abschluss der ersten Englischen Woche in dieser noch jungen Spielzeit steht. Ein Abschluss, der es noch mal in sich haben wird, denn mit dem FC Ingolstadt ist am Samstag (14 Uhr) ein Gegner zu Gast, „der eine große Intensität an den Tag legt.“
„Sie spielen traditionell sehr physisch, verfügen aber auch über eine gute Struktur und spielen sehr diszipliniert gegen den Ball. Darüber hinaus legen sie den Fokus auf das Umschaltspiel, nach Ballgewinn geht es ganz schnell“, sagt Wörle über die Elf von Trainerin Sabrina Wittmann. Die vergangenen vier Spielzeiten schloss der FCI jeweils im Tabellenmittelfeld ab, dieses Jahr zählt Wörle die Schanzer allerdings zum erweiterten Favoritenkreis: „Ingolstadt ein Verein, der große Ambitionen hat und der in dieser Saison angreifen will. Das liest man zwischen den Zeilen, man sieht es an Transfers wie Vinko Sapina.“
Der 31-jährige Mittelfeldspieler, der von Dynamo Dresden kam, soll zusammen mit Keanan Bennetts (Notts County) und Ex-Preuße Lars Lokotsch als Sofortverstärkung wirken. Lokotsch steuerte bei seinem Debüt direkt ein Tor und eine Vorlage bei, am Ende reichte es jedoch nur zu einem 2:2-Unentschieden gegen Aufsteiger Würzburg. Ein Ergebnis, das zu diesem Zeitpunkt der Saison natürlich schwierig einzuordnen ist und auf die Spielvorbereitung der Adlerträger keinen Einfluss nimmt.
„Ich erwarte von meiner Mannschaft in erster Linie maximalen Einsatz“, betont Wörle, der hinzufügt: „Wir wollen uns auch im Spiel weiterzuentwickeln. Das betrifft auch das Spiel mit dem Ball, ohne dass wir das den Anspruch haben, ein außergewöhnliches Fußballspiel aufziehen, das geht zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Es geht darum, dass wir die Wege nach vorne suchen, aber auch wieder sehr disziplininert verteidigen und den Kampf, den es gegen jeden Gegner in dieser Liga braucht, wieder annehmen.“
So wie in Wiesbaden, wo die Mannschaft auf den lautstarken Rückhalt der etwa 1.500 mitgereisten Fans bauen konnte: „In Wiesbaden und in Vreden war die Unterstützung schon extrem, beides waren gefühlte Heimspiele. Jetzt freuen wir uns alle sehr auf das erste Spiel hier zuhause, das ist etwas ganz Besonderes.“
Etwas ganz Besonderes auch vor dem Hintergrund, dass die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve nach dem Probelauf gegen Southampton nun zum ersten Mal in der Liga zum Einsatz kommt. 6.917 Fans werden auf der ausverkauften Stehtribüne Platz nehmen, insgesamt ist der Heimbereich im LVM-Preußenstadion mit knapp 13.000 Zuschauern fast ausverkauft. Eine Kulisse, die es so schon länger nicht mehr an der Hammer Straße gab und die unsere Jungs zum ersten Heimsieg tragen soll.
Den Heimspielauftakt werden die aktuell verletzten Simon Scherder, Malik Batmaz, Marvin Schulz und Luca Bolay sowie der noch angeschlagene Joshua Mees verpassen. „Ansonsten sind alle bereit“, betont Wörle. Bei nullsechs.TV spricht der Coach über die anstehende Partie.
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