Die U19 des SC Preußen setzt ihren starken Saisonstart fort: Nachdem das Team von Trainer Jan Hötting sich unter der Woche noch unglücklich gegen Topfavorit Wolfsburg (0:2) geschlagen geben musste, fanden die Adlerträger nun am Derbywochenende wieder in die Spur. Beim dominanten 3:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld war es vor allem die erste Halbzeit, die den Unterschied machte. „Wir freuen uns natürlich sehr über den Derbysieg. Die Jungs haben sich das Ergebnis und unsere aktuelle Ausgangslage absolut verdient“, lobt Hötting seine Mannschaft, die nach dem dritten Erfolg im vierten Spiel den dritten Platz der DFB-Nachwuchsliga Vorrunde belegt.
Dabei begannen die Preußen durchaus wacklig: Bereits nach wenigen Minuten bot sich den Gästen aus Ostwestfalen die große Chance zur Führung, die Preußen-Torwart Noah Averesch vereiteln konnte. In den folgenden Minuten übernahmen die Jungadler mehr und mehr die Spielkontrolle und verdienten sich damit auch die Führung durch Emil Brandenburg (30.). In der 37. Spielminute folgte dann die wohl spielentscheidende Szene: Bielefeld-Kapitän Mika Nahler verursachte durch eine Szene im eigenen Sechzehner nicht nur einen Elfmeter, sondern sah für sein Vergehen außerdem die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Malte Varelmann (37.), der dann kurz vor der Pause noch das dritte Tor (45.+2) nachlegte. „Mit dem Ergebnis und der Roten Karte war das Spiel dann eigentlich durch“, erklärt Hötting.
„Die zweite Halbzeit hat mir dann nicht mehr so gut gefallen. Wir waren sehr unsauber und unstrukturiert. Man hat gemerkt, dass einige Jungs unbedingt ihr Tor schießen wollten. Insgesamt war es wahrscheinlich die schwächste Halbzeit unserer bisherigen Saison.“ Somit gelang den Preußen im zweiten Spielabschnitt kein weiteres Tor – lediglich die Arminen kamen in der Nachspielzeit durch Tadija Samardzic (90.+2) noch zum Ehrentreffer. „Trotz der etwas enttäuschenden Leistung in Halbzeit zwei sind wir natürlich äußerst zufrieden mit dem aktuellen Stand“, lobt der U19-Coach sein Team und führt aus: „Neun Punkte aus vier Spielen gegen die vermeintlich stärksten Teams der Liga können sich sehen lassen. Wir tun weiterhin gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken.“
U17 mit dem Ausgleich in letzter Minute
Auch die U17 musste sich am Wochenende im Derby beweisen. Zu Gast beim VfL Osnabrück konnte die Mannschaft von Trainer Julian Fuhrmann in einem wilden und zum Ende hitzigen Spiel den Last-Minute-Ausgleich zum 2:2-Endstand bejubeln.
Vor knapp 200 Zuschauern am Gretescher Weg in Osnabrück gingen die Lila-Weißen bereits früh durch Kaan Durusoy (18.) in Führung. Diese sollte jedoch nicht lange halten: Knapp eine Viertelstunde später brachte Preußen-Kapitän Leo Weinhold (32.) die Preußen auf die Anzeigetafel. Kurz vor der Pause besorgte jedoch Jasin Bukvic (41.) per Elfmeter das zweite Tor für die Osnabrücker. „In der ersten Halbzeit ist es uns leider nicht gelungen, an die guten Leistungen aus der Trainingswoche anzuknüpfen“, beschreibt Fuhrmann die etwas enttäuschende erste Spielhälfte.
Der zweite Spielabschnitt war dann lange von Kampf und Leidenschaft geprägt. Insgesamt verteilte Schiedsrichter Fabian Rother nach dem Seitenwechsel acht gelbe Karten. Zudem stellte er nach 74 Minuten einen Osnabrücker vom Platz, sodass die Preußen eine knappe Viertelstunde in Überzahl agierten. Und dies nutzten die Jungadler: In der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Christopher Jansen (90.+3) der erlösende Ausgleich zum 2:2. „Das Gesicht, das die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, entspricht dem, womit wir uns identifizieren können und wollen“, erklärt Fuhrmann und fügt an: „Es gab aus unserer Sicht einige strittige Szenen, die gegen uns entschieden wurden. Trotzdem wollen wir die Verantwortung nicht nur dort suchen – wir hätten das Spiel trotzdem für uns entscheiden können.“
Text: Linus Otte
Die Ergebnisse in der Übersicht:
SCP U19 – Arminia Bielefeld 3:1
VfL Osnabrück – SCP U17 2:2




