Die vergangene Futsal-Spielzeit liegt bereits eine ganze Weile zurück, trotzdem erinnert sich Abteilungsleiter Georg von Coelln an das Saisonfinale, als wäre es erst gestern gewesen: „Das war Dramatik pur, so etwas wird so schnell nicht noch einmal passieren.“ Mit der Schlusssirene erzielten die Hallenflemmer des SCP das entscheidende 5:4 gegen den direkten Konkurrenten Young Boys Balkan Pfarrkirchen und sicherten sich so im sprichwörtlich letzten Moment den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Es war der emotionale Schlusspunkt einer insgesamt sehr besonderen Saison, wie von Coelln betont: „Das erste Jahr als SC Preußen, dazu auch noch in der Bundesliga – das hat uns alle sehr stolz gemacht.“ Wenngleich die hohen Anforderungen der höchsten Spielklasse ihre Spuren hinterlassen haben: „Wir haben Woche für Woche gegen die besten Mannschaften und Spieler des Landes gespielt. Auf diesem Niveau konnten wir nur mithalten, indem wir hart trainiert haben. Das Team hat alles dem Futsal untergeordnet, das ist schon beachtlich. Für viele Jungs war es aber auch ein Drahtseilakt.“

Diesen Aufwand werden nicht alle Spieler weiterhin betreiben können. Manch einer zieht sich in die zweite Mannschaft der Preußen-Futsaler zurück. Keine Abgänge, aber „durchaus Verluste“ für das Team der Trainer Maik Solisch und Fabian Landmann, das sich auch im zweiten Bundesliga-Jahr ganz klar den Klassenerhalt als Ziel setzt. „Wir haben in dieser Liga vergleichsweise bescheidene Möglichkeiten. Aber wir wissen, was wir im letzten Jahr durch unglaublichen Teamgeist und Willen erreicht haben“, betont von Coelln, der zudem auf die Neuverpflichtungen der Adlerträger verweist: „Wir haben zwei extrem junge Spieler von unserem Weg überzeugen können. Das sehen wir als große Chance. Auch für sie, denn sie können sich direkt auf höchstem Futsal-Niveau beweisen.“

Die erste Belastungsprobe erfolgt am Sonntag um 15 Uhr in der Universitätssporthalle Münster gegen den TSV Weilimdorf, amtierender deutscher Meister und Champions-League-Teilnehmer. „Das wird eine echte Herausforderung, vielleicht gelingt uns aber wie im letzten Jahr, als wir Weilimdorf als erstes Team besiegen konnten, eine kleine Sensation“, sagt von Coelln, der an die Unterstützung der Preußenfans appelliert: „Das Spiel sollte man sich gerade nach der langen Futsalpause nicht entgehen lassen. Wir brauchen den Support von den Rängen. Die Halle als Hexenkessel – das steigert unsere Siegchancen!“

Tickets sind online auf der Homepage der Preußen-Futsaler erhältlich.

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