Die zweite, rein ligabezogene Englische Woche der Saison geht auf den finalen Akt zu – und ganz ungelegen kommt das nicht. „Ich denke schon, dass es uns guttut, möglichst schnell wieder auf den Platz zu kommen und weiterzumachen“, sagt Cheftrainer Thomas Wörle mit Blick auf die schmerzhafte Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf am Mittwochabend, als der SC Preußen in einem umkämpften Spiel einen späten Nackenschlag kassierte. Am Donnerstag folgte die Analyse, ein letzter Blick zurück, danach richtete sich der Fokus schon auf die kommende Aufgabe. 

Schließlich sind die Adlerträger bereits am Samstag (14 Uhr) bei der SG Sonnenhof Großaspach gefordert. In der WIRmachenDRUCK-Arena treffen die Preußen auf einen Verein, der auf einen ähnlichen Lauf zurückblickt wie der Sportclub selbst vor zwei Jahren. Die Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt stieg zweimal hintereinander auf, marschierte von der Oberliga Württemberg bis in die 3. Liga durch. Dort tritt der „Dorfklub“ bislang befreit auf, wie Wörle sagt: „Sie spielen komplett ohne Druck, ohne Last. Das ist eine Mannschaft, die zu Hause eine intensive Gangart führt.“ 

Gute Statistikwerte 

Intensiv in jeglicher Hinsicht. Zunächst aber einmal auf die Defensive bezogen. Die Spielgemeinschaft attackiert früh, hat ligaweit bislang die meisten Bälle in der gegnerischen Hälfte erobert (140). Nicht umsonst bezeichnet Wörle Großaspach als eine der „zweikampfstärksten Mannschaften der 3. Liga“, die gegen den Ball sehr „intensiv und kompakt“ agiert. 

Kompaktheit ist gleichermaßen von den Adlerträgern gefragt, denn auch offensiv weiß die Reinhardt-Elf bislang zu überzeugen: „Sie sind sehr kombinationsstark, spielen sich viele Großchancen heraus und hatten schon viele Torabschlüsse. Generell liegen sie in vielen Statistiken weit oben.“ Das betrifft allerdings auch die Kategorie „Vergebene Großchancen“, die Sonnenhof mit 17 an der Zahl anführt. Erst neunmal landete der Ball im Netz, bei 16 Gegentoren entsprangen daraus bislang neun Punkte, womit die SGS als Tabellenachtzehnter in den 10. Spieltag geht. 

Räume verdichten und bespielen 

Nichtsdestotrotz sind die Preußen gewarnt: „Es kommt auf die richtige Balance an“, betont Wörle. „Wir müssen die Räume geschlossen verdichten, um sie nicht in ihr Kombinationsspiel zu lassen.“ Im eigenen Ballbesitz gehe es darum, den Gegner in den „Räumen, die uns ausmachen, zu bespielen“. Und auch den Umschaltphasen misst Wörle eine hohe Bedeutung bei, weil „sie im eigenen Angriff durchaus viel Personal mit nach vorne bringen“. Gelingt es, diese Komponenten auf den Platz zu bringen, kann es etwas werden mit dem dritten Auswärtssieg der Saison. Den bislang letzten gab es an gleicher Stelle zu feiern, beim 2:1 über die U21 des VfB Stuttgart. 

Die weite Fahrt in Richtung Süden treten die Adlerträger ohne die verletzten Simon Scherder, Marvin Schulz, Niko Koulis, Oscar Vilhelmsson, Luca Bolay und Ryan Johansson an. Philipp Maier ist nach kurzfristiger Erkrankung ebenfalls noch nicht fit, für Malik Batmaz ist weiterhin noch zu früh.  

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