Das dritte Auswärtsspiel der Saison 2026/27 führt den SC Preußen am Sonntag (13:30 Uhr) in die WIR-machen-DRUCK Arena in Aspach. Dort treffen die Adlerträger (noch) nicht auf die SG Sonnenhof Großaspach, sondern die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, die seit der vergangenen Spielzeit in die Heimstätte des Drittligaaufsteigers ausweicht. Begleitet wird die Mannschaft von Thomas Wörle nach aktuellem Stand von rund 370 Fans, die sich der durchaus herausfordernden Auswärtsfahrt in die württembergische Provinz stellen. „Die Kulisse wird eine andere sein als zuletzt, darüber werden wir sprechen“, sagt Preußencoach Wörle, der Verständnis für die Situation der Anhänger zeigt und sich zugleich „massiv über jeden, der uns dort unterstützen wird“ freut.
Schließlich stehen die Adlerträger bei der U21 des aktuellen Champions-League-Teilnehmers abermals vor einer schwierigen Herausforderung, die das Trainerteam ohne Luca Bolay, Simon Scherder, Malik Batmaz, Marvin Schulz und Oscar Vilhelmsson (Reha) antreten wird. Mit Niko Koulis, der sich beim Heimsieg gegen den TSV Havelse eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat und mehrere Wochen pausieren muss, fehlt zudem der Kapitän. Für das wichtige Amt hat Trainer Wörle gleich mehrere Kandidaten im Kopf: „Entscheidend ist, dass wir eine Führungsriege haben: Spieler, die vorangehen und Aufgaben übernehmen. Dafür haben wir einen Mannschaftsrat, der auch ein Team ist und diese Verantwortung gemeinsam auffangen kann.“
Vor allem aber sportlich „kommt auf uns ein ganz schweres, enges Spiel zu“, wie Wörle betont. Trotz vieler Wechsel im Transfersommer hat der VfB II wieder einmal eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt, die renommierte Nachwuchsarbeit der „Jungen Wilden“ scheint abermals Früchte zu tragen. „Jung, wild und talentiert“ – so beschreibt auch Wörle die zahlreichen Youngsters beim VfB, die in der U21 auf bereits hohem Niveau behutsam an die Profimannschaft herangeführt werden sollen. „Schnell im Kopf und auf den Beinen“, fügt der Preußentrainer hinzu. Zugleich verweist Wörle auf die erfahrenen Kräfte im Team von Trainer Nico Willig. Innenverteidiger Alexander Groiß (28) zum Beispiel. Oder auch Angreifer Nicolas Sessa (30), mit zehn Toren und fünf Vorlagen einer der herausragenden Spieler der vergangenen Drittligasaison.
Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass der Stuttgarter Unterbau „ein Spiel dominant gestalten kann, über viel Ballbesitz und ein sehr gutes Positionsspiel verfügt.“ Und damit in „bislang jeder Partie in der Lage war, das Spiel zu gewinnen.“ Gereicht hat es zum Auftakt beim TSV Havelse (3:2) und in der vergangenen Woche bei den Würzburger Kickers (2:1), als die Schwaben sogar trotz 30-minütiger Unterzahl drei Punkte entführten. Gegen Viktoria Köln (1:3) und Fortuna Düsseldorf (0:1) gab es trotz ansprechender Leistungen nichts zu holen.
Die Preußen sind demnach gewarnt und auch vorbereitet. „Das allein bringt uns nicht viel, wir müssen das Ganze noch mit Leben füllen. Was die Mentalität betrifft, müssen wir an die Leistung gegen Havelse anknüpfen. Unsere Einstellung und Moral waren herausragend. Das gilt es jetzt noch konstanter abzurufen“, sagt Wörle. Dabei spielt auch die Tatsache, dass das Auswärtsspiel am Sonntag erst der Beginn einer weiteren, diesmal rein ligabezogenen Englischen Woche ist, keine große Rolle: „Unser Fokus richtet sich voll und ganz auf Stuttgart. Der Gegner ist zu gut, um dort nicht All-In zu gehen.“
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