Das Warten hat ein Ende: Nach einer intensiven, sechswöchigen Sommervorbereitung blickt der SC Preußen dem Drittligastart entgegen. Am Samstag um 14 Uhr rollt der Ball endlich wieder unter Wettbewerbsbedingungen. Zum 1. Spieltag der Saison 2026/27 sind die Adlerträger zu Gast beim SV Wehen Wiesbaden. „Ich spüre natürlich eine Vorfreude auf den Auftakt, die will ich auch vorleben. Dazu eine Neugier auf das, was kommt. Und ein Kribbeln, eine gute Anspannung“, sagt Thomas Wörle vor seinem Pflichtspieldebüt als Preußencoach, bei dem der 44-Jährige auf einen starkes Kadergerüst bauen kann.
Bis auf die Verletzten Simon Scherder, Malik Batmaz, Marvin Schulz und Luca Bolay sind alle Spieler einsatzbereit. Hinsichtlich der Kaderzusammenstellung stehen dem Trainerteam somit harte Entscheidungen bevor, nachdem sich in den vielen Doppeltestspielen so gut wie jeder Spieler präsentieren durfte. „Jeder in der Mannschaft ist für uns total wichtig. Wir müssen als Trainerteam einen Kader und eine Startaufstellung benennen, brauchen aber alle“, betont Wörle, der zugleich auf die bevorstehenden Aufgaben verweist: „Wir starten mit einer intensiven Woche, haben nächste Woche auch das Pokalspiel in Vreden und Ingolstadt vor der Brust.“
Zunächst einmal liegt der Fokus aber auf den kommenden Gegner: dem SV Wehen Wiesbaden, der wie kein anderer für die 3. Liga steht. Mit 834 Punkten führen die Hessen die ewige Tabelle der 2008 gegründeten Spielklasse an – gesammelt in insgesamt 16 Spielzeiten. Wenn es nach der sportlichen Führung des SVW geht, soll bestenfalls nur noch eine weitere dazukommen. Im Taunus richtet sich der Blick vorsichtig wieder in Richtung 2. Bundesliga, und auch Wörle zählt die Rot-Schwarzen zu den Aufstiegskandidaten: „Wir bekommen es mit einer Mannschaft zu tun, die sehr geschlossen agiert, sehr gewachsen und eingespielt ist. Sie ist dadurch in ihren Abläufen schon sehr weit, entwickelt sowohl mit als auch gegen den Ball eine gewisse Spielkontrolle. Es wird von Anfang an eine hohe Intensität auf uns zukommen.“
Demgegenüber steht eine neu formierte Preußen-Elf, gespickt mit einigen erfahrenen Führungsspielen und frischen neuen Kräften, die in der Vorbereitung ebenfalls zusammengewachsen ist und bereits große Schritte machen konnte, weitere aber auch noch zu gehen hat. „Wir haben vor der Saison klar formuliert: Wir wollen in der Liga ankommen und uns stabilisieren, wollen uns mit jedem Spiel entwickeln und unseren Weg mit Wettkampfhärte und Druck finden. Dafür sind wir bereit den ersten Fight in Wiesbaden anzunehmen alles für Preußen Münster zu geben“, so Wörle, der zudem auf die Unterstützung der 1.319 Preußenanhänger baut, die den SCP in die BRITA Arena begleiten.




