Die neuformierte U23 des SC Preußen Münster ist endgültig in der Oberliga Westfalen angekommen. Nach schwankenden Ergebnissen und äußerst unglücklichen Spielverläufen zum Saisonstart hat sich das Team von Kieran Schulze-Marmeling nicht aus der Ruhe bringen lassen und erntet nun die Früchte der guten Arbeit: Die Adlerträger gewannen vier ihrer letzten fünf Partien und sind damit eines der formstärksten Teams der Liga. Und diese Stärke bewiesen die Schwarz-Weiß-Grünen am Wochenende auch im Duell beim Stadtrivalen TuS Hiltrup. Vor knapp 100 Zuschauern setzten sich die Preußen in der Glasurit-Arena im Süden Münsters mit 2:1 durch. „Es war ein ganz cooles Spiel. Wir sind sehr froh, gewonnen zu haben. Es waren schwierige Bedingungen, da der Platz durch das Wetter gezeichnet war“, berichtet der U23-Coach.
Aufgrund der Platzverhältnisse war die Anfangsphase der Partie von einigen einfachen Fehlern geprägt, die dann aber im Laufe des Spiels abnahmen. Die Preußen, bei denen unter anderem der lange verletzte Profi Malik Batmaz Spielpraxis sammelte, übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. „Wir haben dann immer besser ins Spiel gefunden und auch verdient zur Halbzeit geführt. Hiltrup war eigentlich nur durch Standards gefährlich, ansonsten haben wir sie sehr gut aus dem Spiel genommen“, erklärt Schulze-Marmeling. Das einzige Tor der ersten Spielhälfte besorgte der Münsteraner Toptorschütze Luca Schroer (37.) nach starker Hereingabe von Zakaria Anhari.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Jungadler am Drücker und präsentierten sich weiterhin klar überlegen. Folgerichtig stellte der für Batmaz zur Halbzeit eingewechselte Luca Steinfeldt (64.) nach Vorlage von Kapitän Moritz Krause auf 2:0. „Wir hatten das Spiel eigentlich komplett im Griff“, berichtet Schulze-Marmeling und führt aus: „Dann bekommen wir eine sehr unglückliche Gelb-Rote Karte für Jakob Korte (73.). Dadurch mussten wir in Unterzahl tiefer verteidigen – das haben wir aber auch souverän gemacht.“
Nachdem ein Hiltruper spät im Spiel ebenfalls noch eine Gelb-Rote Karte gesehen hatte, gelang den Hausherren tief in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer durch Cris Ojo (90.+6), brenzlig wurde es für die Preußen aber nicht mehr. „Der Sieg tut uns natürlich sehr gut. Wir haben definitiv verdient gewonnen; es war ein sehr reifer Auftritt unter komplexen Bedingungen“, so Schulze-Marmeling.
Text: Linus Otte




