Am Mittwochabend kam es im Heimspiel des SC Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf sowohl im Heim- als auch im Gästebereich zum wiederholten Einsatz von Pyrotechnik, bei dem mehrere Bengalische Fackeln und Rauchtöpfe gezündet wurden. Dabei wurde ein elfjähriger Besucher leicht verletzt, nachdem Rauch und Aschepartikel zu Reizungen der Augen geführt hatten. Die Augen wurden im Stadion durch den Sanitätsdienst ausgewaschen, nach einer kurzen Kontrolle in der Augenklinik konnte der Elfjährige nach Hause. Der SC Preußen nahm unmittelbar Kontakt zum Betroffenen und seinen Eltern auf. Die wichtigste Nachricht: Dem jungen Preußenfan geht es gut, er möchte und wird beim nächsten Heimspiel wieder mit von der Partie sein.

Nichtsdestotrotz gilt: Der massive Einsatz von Pyrotechnik im LVM-Preußenstadion ist nicht akzeptabel und der Vorfall verdeutlicht, dass von Pyrotechnik erhebliche Gefahren für unbeteiligte Zuschauerinnen und Zuschauer ausgehen können.

Der SC Preußen Münster verfährt bei Heimspielen nach einem umfangreichen Sicherheitskonzept, das von allen zuständigen Behörden, der Feuerwehr sowie der Polizei mitgezeichnet und von der Dekra vollständig zertifiziert ist. Die nach diesem Konzept durchgeführten Personenkontrollen des seit vielen Jahren bei uns eingesetzten Sicherheitsdienstes wurden von Sicherheitsbehörden, Sicherheitsauditoren der DEKRA und Sicherheitsbeobachtern des DFB übereinstimmend als besonders gründlich beurteilt. Auch die präventive Arbeit ist für den SC Preußen ein wichtiges Element seiner Sicherheitskonzeption. Um an Spieltagen die Sicherheit zu erhöhen, hat der SCP weit über die von den Verbänden geforderten Mindeststandards hinaus Personal im Bereich Prävention und Fanbetreuung angestellt und seine Mitarbeiter stetig in Sicherheitsfunktionen aus- und weitergebildet.

Unsere Position ist klar: Der illegale und unkontrollierte Einsatz von Pyrotechnik darf in keinem Fall die Gesundheit unbeteiligter Menschen gefährden und ist inakzeptabel.

Das bestehende Sicherheitskonzept wird der SCP in enger Abstimmung mit seinen Sicherheitspartnern stetig weiterentwickeln, um seiner Betreiber- und Veranstaltersicherheit in seinem Verantwortungsbereich, dem Stadion, jederzeit vollumfänglich gerecht zu werden. Darüber hinaus wird der SC Preußen weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und bei ihrer Aufgabe unterstützen, die Sicherheit außerhalb des Stadions zu gewährleisten. Wir sind davon überzeugt, dass kritische Momente bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen nur in einem konstruktiven Zusammenspiel aller Akteure verhindert werden können. Für Preußen Münster hat die Gesundheit eines jeden Stadionbesuchers höchste Priorität.  

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