Gespannt und mit großer Vorfreude verfolgen alle Preußen den Baufortschritt an der Hammer Straße. Natürlich vor Ort bei jedem Heimspiel, regelmäßig sind unter der Woche auch Zaungäste zu entdecken. Spannende Einblicke über die täglichen Fortschritte liefern deshalb auch unsere Baucams direkt bis nach Hause. In der Länderspielpause gab es dann, zusätzlich zu den Arbeiten an der Nordtribüne, in den Streams noch mehr zu entdecken: Wie angekündigt wurde der Rasen in unserem Wohnzimmer unmittelbar nach dem letzten Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken abgetragen und die insgesamt 8.128m² große Fläche auf den Austausch vorbereitet.  

In zwei umfangreichen Arbeitsschritten wird der Platz im LVM-Preußenstadion mit einem Hybridrasen ausgestattet, der sich durch eine höhere Widerstandfähigkeit und Rasenqualität auszeichnet. Der Trainingsplatz wurde bereits erfolgreich umgerüstet und hat seitdem eine spürbar bessere Qualität. Koordiniert werden die Arbeiten, zu denen auch die Verlegung einer neuen Muldensteinrinne und eine Überarbeitung der abgängigen Platzbewässerungsanlage gehören, erneut durch Stephan Bracht (SAL Landschaftsarchitektur). 

Neue Rasentragschicht für mehr Stabilität und Rasenqualität 

Diese Länderspielpause wurde genutzt, um im Untergrund eine neue, spezielle zweischichtige Rasentragschicht zu installieren. Aufbauend darauf wird ein spezieller Sportrasen in Großrollen verlegt, die 2,40 Meter breit und 10 Meter lang sind – und damit größer als in der Vergangenheit genutzte Rollrasenflächen. Der große Vorteil davon ist, dass der Platz insgesamt rund 50 Prozent weniger Nahtstellen besitzt und dadurch unmittelbar nach Verlegung voll belastbar ist. Um diese Großrollen verlegen zu können, wird eine spezielle Rasenverlegmaschine der Firma Hendriks Graszoden genutzt, die es weltweit nur ein einziges Mal gibt. Die Maschine, die an der Hammer Straße die Arbeiten durchführt, war bis zum Wochenende noch in Griechenland im Einsatz und wurde anschließend per Fähre nach Italien und von dort weiter nach Münster geschickt. Bis zu 300 Preußenfans verfolgten am Mittwoch den Beginn des Verlegens in den Streams, bis Donnerstag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Am Freitagabend rollt dann erstmals auf dem neuen Geläuf der Ball.  

In der Länderspielpause im November wird der Platz dann final zum Hybridrasen umgewandelt. Dafür werden, so wie auf dem Trainingsplatz bereits geschehen, millionenfach 18 Zentimeter lange Kunststoffhalme in den Rasen gestitcht. Diese verbinden sich im Boden mit den Naturhalmen und sorgen dadurch für die erhöhte Widerstandsfähigkeit und erhöhen gleichzeitig die Rasenqualität.  

Der für die Infrastruktur zuständige Geschäftsführer Markus Sass freut sich sehr die neuen Errungenschaften: „Die neuen Hybridrasenplätze im Stadion und auf dem Trainingsplatz der Profis sind weitere Meilensteine in unserer Infrastrukturentwicklung. Exzellente Platzbedingungen durch erhöhte Scherfestigkeit, deutlich geringere Abnutzung der Rasensode im Winter und einen ganzjährig ebeneren Untergrund sind uns ein zentrales Anliegen gewesen, aus dem wir unmittelbar sportliche Wettbewerbs- und künftig auch Kostenvorteile erwarten.“ 

Alle Beiträge