Über sechs Jahre ist es her, dass der SC Preußen Münster das letzte Mal im Fautenhau – so wird die Heimat der SG Sonnenhof Großaspach genannt – zu Gast war. Mit besten Erinnerungen werden am Sonntagnachmittag alle Preußen die Heimreise nach dem 2:1-Auswärtssieg gegen den VfB Stuttgart II wieder antreten. Dabei haben es die Adlerträger – wie schon in der Vorwoche – geschafft, eine richtig starke Mentalität auf den Rasen zu bringen und gegen die junge Stuttgarter Mannschaft einen frühen und zugleich unnötigen Rückstand noch zu drehen. „Wir haben heute wieder einen Mentalitätssieg erlangt“, sagte auch Trainer Tom Wörle unmittelbar nach Schlusspfiff. 

Aber der Nachmittag der Reihe nach: Für das Duell mit den „Jungen Wilden“ des VfB vertraute Trainer Tom Wörle wieder auf die Mannschaft, die zuletzt im Heimspiel gegen Havelse gestartet war. Mit einer Änderung: Der verletzte Kapitän Niko Koulis wurde im Zentrum der Dreierkette von Lucas Zeller ersetzt, der vergangene Woche bereits für ihn eingewechselt worden war. Die Binde übernahm Rico Preißinger, er führte unser Team in Großaspach aufs Feld.

Starke Reaktion nach frühem Geschenk

Bis die Adlerträger allerdings ins Spiel fanden, dauerte es etwas. Kleinere Fehler und Unsicherheiten des SCP spielten den Stuttgartern früh in die Karten, die gegen den Ball von Beginn an hoch gepresst haben und unser Team so im Spielaufbau immer wieder stressen wollten – mit Erfolg. In der 8. Minute war es Morten Behrens, der im eigenen Strafraum Rico Preißinger finden wollte, den Ball aber Nicolas Sessa in die Füße spielte. Querpass auf Laurin Penna, starker Abschluss – 0:1 aus Preußensicht (8.). Ein unnötiges Gegentor, auf das die Mannschaft aber die richtige Reaktion gezegit hat und, wie schon gegen Havelse, Mentalität bewies.

Über mehr Zweikampfhärte und auch mehr Sicherheit im eigenen Ballbesitz fanden die Adlerträger jetzt besser ins Spiel. Zum entscheidenden Faktor in der Offensive wurden am heutigen Tag die eigenen Standards – insbesondere die Einwürfe, die Torge Paetow reihenweise gefährlich in den Strafraum geschleudert hat. So auch beim 1:1-Ausgleichstreffer. Der Ball wurde zwar zunächst per Kopf geklärt, der Abpraller fiel aber Marvin Schulz vor die Füße, der in Stürmermanier den Ball an der Strafraumkante direkt nahm und ihn durch Mit- und Gegenspieler hindurch ins Tor gejagt hat (14.). Niklas Varelmann, Marvin Schulz und auch Babis Makridis hatten in Halbzeit eins noch weitere Chancen, verpassten den Führungstreffer aber allesamt knapp. Nach unglücklichem Start gingen die Preußen so mit einem leichten Chancenplus in die Pause.

Schulz mit dem Doppelpack

Sehr ausgeglichen und ohne große Chancen auf beiden Seiten ging es in Halbzeit zwei im zunehmenden Regen von Großaspach lange weiter. Bis die Preußen wieder ihre Lufthoheit ausgespielt haben. Erneut war ein weiter Einwurf von Torge Paetow der Ausgangspunkt. Diesmal landete der Ball auf Umwegen beim eingewechselten Montell Ndikom, der aus der zweiten Reihe abzog und VfB-Keeper von der Fels zu einer starken Parade zwang. Im Strafraum stand Marvin Schulz erneut goldrichtig und konnte den Abpraller dieses Mal ohne große Schwierigkeiten zur 2:1-Führung einschieben (75.). Großer Jubel vor dem Gästeblock, der erneut über 90 Minuten beeindruckend Stimmung gemacht hat und rund eine Viertelstunde später den 2:1-Auswärtssieg bejubeln durfte.

Natürlich ganz zur Freude von Trainer Tom Wörle: „Wir haben heute wieder einen Mentalitätssieg erlangt. Die Anfangsphase haben wir verschlafen, da waren wir nicht gut heute und haben den Gegner, auch mit dem Tor, unnötig aufgebaut. Wir haben dann versucht, mehr Zugriff zu bekommen und sind im Verlauf der ersten Halbzeit besser geworden. Über 90 Minuten geht der Sieg dann in Ordnung. Entscheidend war die Art und Weise, wie wir uns ins Spiel reingearbeitet haben.“ Angesprochen auf die Einwürfe und Doppelpacker Schulz sagt Wörle: „Die Einwürfe sind eine Waffe von uns. Wir waren auf den ersten, aber auch auf den zweiten und dritten Ball sehr aktiv und haben uns da was ausgerechnet in diesem Spiel. Dazu hat Marvin hat das gewisse Etwas vor dem Tor, das hat er heute wieder unter Beweis gestellt. Darüber freuen wir uns sehr.“

Die Daten zum Spiel

Aufstellung SCP: Behrens – Paetow, Zeller, Tikvic – Tasov (Kolbe, 46.), Preißinger (Maier, 46.), Johansson (Althaus, 84.), Varelmann – Schulz (Rösch, 84.), Higl (Ndikom, 70.), Makridis

Aufstellung VfB: von der Felsen – Preu (Majchrzak, 79.), Groiß, Herwerth (Nothnagel, 62.), Bungi – Stange, Yigit (Janjic, 46.) – Röcke, Sessa, Penna – Redzepi (van der Leij, 70.)

Tore: 0:1 Penna (8.), 1:1 Schulz (14.), 2:1 Schulz (75.)

Gelbe Karten: Tasov, Maier, Varelmann

Schiedsrichter: Niclas Rose

Zuschauer: 950

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Alle Beiträge