Für die U23 des SC Preußen Münster endete das erste Derbywochenende der noch jungen Saison äußerst unglücklich. Vor knapp 500 Zuschauern in der Brückinger Arena musste sich das Team von Trainer Kieran Schulze-Marmeling gegen den 1. FC Gievenbeck am Ende mit 1:2 geschlagen geben. „Es war ein sehr harter und schmerzhafter Spielverlauf für uns“, berichtet der U23-Coach und fügt an: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Am Ende machen wir dann leider zwei blöde Fehler, die zu Gegentoren führen.“
Dabei begannen die Preußen den ersten Spielabschnitt dominant und übernahmen früh die Spielkontrolle. „In der ersten Hälfte hatten wir viele gute Ballbesitzphasen. Zudem haben wir viele zweite Bälle gewonnen, aus denen wir dann gefährliche Angriffe kreieren konnten“, sagt Schulze-Marmeling. Folgerichtig gingen die Adlerträger in der 38. Minute durch Luca Schroer in Führung.
In der zweiten Spielhälfte zeigte sich dann ein anderes Bild: Die Gastgeber aus dem Westen Münsters erhöhten zunehmend den Druck und drängten auf den Ausgleich. „Nach Wiederanpfiff hat uns Gievenbeck zu immer mehr langen Bällen gezwungen, die wir leider sehr unsauber gespielt haben. Dadurch kamen wir zu wenig eigenem Ballbesitz und mussten quasi nur noch verteidigen. In dieser Phase konnten wir uns zu wenig Entlastung erarbeiten“, berichtet der U23-Coach. 37 Minuten lang hielt das Preußenbollwerk, dann schlug Gievenbeck allerdings gleich doppelt zu. Erst glich Jendrik Witt (83.) für den FCG aus und nur knapp zwei Minuten später traf Jelke Elferink (85.) zur Führung. Nach dem Doppelschlag der Gastgeber boten sich den Jungadlern noch zwei große Chancen zum Ausgleich, die jedoch ungenutzt blieben.
„In Summe ist es trotz unserer starken ersten Hälfte ein verdienter Sieg für Gievenbeck“, gibt Schulze-Marmeling zu und führt aus: „Gegen einen Gegner mit dieser Qualität ist es schwer, eine Halbzeit lang nur zu verteidigen. Das Ergebnis tut uns weh, aber wir müssen es hinnehmen und damit weiterarbeiten.“
Text: Linus Otte




