Wenn am Samstag, den 1. August, der FC Southampton im LVM-Preußenstadion zu Gast ist, dann ist das kein gewöhnliches Testspiel. Die Saisoneröffnung, die feierliche Einweihung der neuen Fiffi-Gerritzen-Kurve und der 100. Geburtstag unserer Spielstätte verleihen dem letzten Test vor dem Ligaauftakt in Wiesbaden einen ganz besonderen Rahmen. „Die Vorfreude ist bei allen riesig. Heimspiel, das erste Spiel mit der neuen Tribüne und das Ganze eine Woche vor dem Saisonstart – so langsam beginnt es zu kribbeln“, betont auch Trainer Thomas Wörle, der aber natürlich auch die sportliche Komponente nicht unterschlagen will: „Hinzu kommt mit Southampton ein ambitionierter und starker Gegner. Es ist die bislang größte Herausforderung der Vorbereitung, ein Warmlaufen für den Pflichtspielauftakt.“

Die „Saints“, wie der Club aus dem Süden Englands genannt wird, zählen zu den traditionsreichsten und geschichtsträchtigsten Vereinen der Insel und verpassten in der abgelaufenen Spielzeit nur knapp die Rückkehr in die Premier League. Auch in der kommenden Saison dürfte der Zweitligist zu den Aufstiegskandidaten der EFL-Championship zählen. Schließlich versammeln sich in der Mannschaft des deutschen Trainers Tolga Eckert zahlreiche talentierte Spieler. Darunter auch der gebürtige Münsteraner Caspar Jander, der allerdings verletzt ausfallen wird. Doch auch Hochkaräter wie Aaron Ramsdale, früher beim Arsenal FC zwischen den Pfosten, oder Leo Scienza, der einst unter Wörle für den SSV Ulm auflief, stehen beim kommenden Gegner unter Vertrag. Der Marktwert des Kaders beträgt insgesamt über 200 Millionen Euro. Allein finanziell ist der FA-Cup-Sieger von 1976 eine andere Größenordnung als die bisherigen Kontrahenten der Sommervorbereitung.

„Uns erwartet ein Gegner, der richtig gut kicken kann, mit hoher Intensität agiert und sowohl über eine starke Athletik als auch über viel individuelle Qualität verfügt. Der Marktwert der Mannschaft ist enorm – entsprechend wartet ein echtes Brett auf uns, auf das wir uns aber sehr freuen“, blickt Wörle auf seine Premiere im LVM-Preußenstadion, bei der wie schon im Test gegen Hannover zwei Spiele über 90 Minuten geplant sind. Der Hintergrund: Mit dem Westfalenpokalspiel bei der SpVgg Vreden am 12. August starten die Adlerträger gleich mit einer Englischen Woche in die Saison. „Deshalb wollen wir am Samstag jedem die Möglichkeit geben, Spielzeit zu sammeln, sich zu zeigen und gleichzeitig die nötigen Körner für die anstehenden Aufgaben zu holen“, erklärt Wörle.

Die erste Begegnung ist für 11 Uhr angesetzt und findet ohne Zuschauer statt. Verfolgen könnt ihr die Partie aber in unserem Liveticker sowie im Livestream auf YouTube. Der zweite Test beginnt wie angekündigt um 15 Uhr. Dann wird – exakt 449 Tage nach dem letzten Spiel gegen Hertha BSC (2:0) im Mai 2025 – die Stehtribüne im Osten wieder in Betrieb genommen. Wer als einer der Ersten von den steilen Stufen der neuen Fiffi-Gerritzen-Kurve auf das Spielfeld blicken möchte, kann sich weiterhin über den Online-Ticketshop mit Karten versorgen. Dort sind auch nur noch wenige Resttickets für die Westtribüne verfügbar.

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